Die flexible Besetzung der Flamenco Gruppe Fuente Compás besteht aus Flamenco-Gesang, Flamenco-Tanz, Flamenco-Gitarre, Saxophon, Bass und Percussion. Individuell kann sich die Gruppe von Duo bis zur kompletten Formation zusammensetzen. Auch Solo Gitarre kann gebucht werden.

Ein rhythmisch und klanglich vielfältiges Programm aus traditionellen und modernen Arrangements und Eigenkompostionen für Konzertabende, Stadtfeste, Showeinlagen aber auch für private Feste.

Wien, Theater am Spittelberg, 07.07.05
Das Publikum umringt in dem kleinen Wiener Theater am Spittelberg die quadratische Bühne an drei Seiten. Eine ideale Konstellation also, um hautnah und ohne Distanz zu erleben, wie sich Flamenco anfühlt. Und an diesem Abend fühlte er sich gut an. Die fünfköpfige Gruppe "Fuente Compás" zeigte ein Programm ohne Schnörkel und ohne Klischee. Anstatt dessen konzentrierten sich die Künstler auf das, was sie am besten können: gute Musik machen. Perkussion, E-Bass und Saxophon knüpften einen farbenreichen Klangteppich, auf dem die Sängerin Sabina La Canelita und der Gitarrist Antonis Vounelakos bequem Platznehmen konnten. Sabina La Canelita führte das Publikum behutsam an den Flamencogesang heran. Vor vielen Liedern las sie die Texte auf deutsch vor oder erklärte den Inhalt. So war es auch möglich, etwa einen Tangos, nicht nur wegen des Rhythmus´ fröhlich und frech zu finden, sondern sich auch über die Textzeilen zu amüsieren. Antonis Vounelakos übernahm aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Flamencogitarrist die musikalische Leitung der Gruppe. Er begleitete die Musiker sanft aber bestimmt durch den Compás und bewies durch seine variationsreichen Eigenkompositionen großes künstlerisches Können. Die Musik war es, die diesen Abend dominierte und ihn zu einer runden Sache machte. So rund, daß für die beiden Tanzeinlagen von sabina La Canelita kein passender Platz im Programm zu finden war. Sie wirkten wie Satelliten, die um die Musikerde kreisten: ein wenig außerhalb des Geschehens. Einzig die durch den Raum schwebenden Saxophonnoten, die anstelle des Gesangs die Letras "sangen", dienten als filigrane Verbindungslinien von den Tanzsatelliten zurück in das alte, staubige Theater, das an diesem Abend mit Flamencomusik vom Feinsten beschallt wurde.
Julia Petschinka/ ANDA Zeitschrift für Flamenco